Dieses Bild schließt an das erste Bild „Ein
Königstraum" an. Es ist eine Bildkomposition einer träumerischen ,
winterlichen Schlittenfahrt König Ludwig II. und seines Gefolges durch die
verschneite oberbayerische Bergwelt. In diesem Bild läßt der Künstler den
gealterten König im Winterschlitten durch die Vollmondnacht fahren, vorbei
an seinen vollendeten Schlössern „Linderhof", „Neuschwanstein", „Herrenchiemsee",
dem „Maurischen Kiosk" und der „Schachenhütte". Der Künstler will hier die
Vollkommenheit der Landschaft und den einsamen Weg des „Märchenkönigs"
zwischen seinen romantischen Schlössern zum Ausdruck bringen.
Unter dem winterlichen Vollmondhimmel ragt die
Wettersteinkette mit der Zugspitze empor. Darunter befindet sich rechts
der Schachen mit der „Schachenhütte". Links oben ragt das Märchenschloß
„Neuschwanstein" in den Nachthimmel. Ebenfalls auf der linken Seite, schon
im Tal, liegt das Schloß „Herrenchiemsee". Halbrechts, im Hintergrund des
Graswangtales, steht das schöne Schloß „Linderhof" mit der alten Linde ,
von wo aus sich der König und sein Gefolge mit Reitern und Schlitten durch
die Schneelandschaft bewegen.
Der erste Reiter bildet links unten einen
dreidimensionalen Rahmenabschluß, was durch die Stuckmodellierung dieser
Figur möglich wurde. Rechts unten ist das eigene Wappen des Königs
ebenfalls als Stuckplastik modelliert. Der Rahmen selbst ist aus reinem
Blattgold, jedoch schlicht gehalten. Er ist im neugotischen Stil
gefertigt. Der Betrachter kommt mit seinem Blick dem königlichen Gespann
entgegen und wandert, gleichsam den Weg zurück, in das Bild mit hinein.
Das Bild ist mit Öl auf Leinwand gemalt und mit
Stuckplastiken verstärkt. Es hat die Maße 1,92m x 1,52m (mit Rahmen).